Qualitätsprogramm
1. Struktur der Schule und Schülerzahl
Die Berufsbildende Schule für Wirtschaft Trier bietet ein differenziertes Angebot im Bereich der beruflichen Bildung. Neben der traditionellen Berufsschule, die von den Auszubildenden der verschiedensten Berufe im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit besucht wird, sind die Bildungsgänge Wirtschaftsgymnasium, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Berufsfachschule und Fachschule vorhanden.
1.1. Schulformen
| Berufsschule | zwei bzw. drei Jahre duale Berufsausbildung |
| Berufsgrundbildungsjahr | einjährig für Hauptschüler |
| Berufsfachschule | zweijährig für Hauptschüler |
| Höhere Berufsfachschule | zweijährig nach Sekundarabschluss I |
| Wirtschaftsgymnasium | dreijährig nach Sekundarabschluss I |
| Fachoberschule | einjährig nach Sek. I und Berufsausbildung |
| Fachschule | zwei oder vier Jahre berufsbegleitend |
| Weitere Bildungsangebote | Telekolleg, LCCI |
| Die Gesamtzahl der Schüler/innen der BBS Wirtschaft liegt bei 2.758 (Stand 25.09.02). | |
1.2. Die Fachklassen im Berufsschulbereich mit 2.133 Schülern sind gegliedert in:
-
1.2.1. Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung
· Bankkaufmann
· Bürokaufmann
· Industriekaufmann
· Fachkraft für Brief-/Frachtverkehr
· Kaufmann für Bürokommunikation
· Kaufmann im Einzelhandel
· Kaufmann im Groß- und Außenhandel
· Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter
· Speditionskaufmann
· Steuerfachangestellter
· Versicherungskaufmann
1.2.2. Berufsfeld Gesundheit
· Arzthelferinnen
· Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
· Zahnarzthelferinnen
1.3. Der Vollzeitbereich mit 625 Schüler/innen ist gegliedert in:
· Wirtschaftsgymnasium
· Fachoberschule
· Höhere Berufsfachschule Betriebswirtschaft/Industrie
· Höhere Berufsfachschule Fremdsprachen
· Höhere Berufsfachschule Datenverarbeitung
· Berufsfachschule
· Berufsgrundbildungsjahr
1.4. Fachschule Wirtschaft
· Fachrichtung Betriebswirtschaft und Unternehmensmanagement -
Schwerpunkt Steuern, Rechnungslegung und Controlling (in Teilzeitunterricht)
2. Entstehung des Qualitätsprogramms
2.1. Ansätze durch den Schulversuch LOK
Die Teilnahme am Schulversuch LOK (Lernortkooperation zur Umsetzung ganzheitlichen Lernens; Teilnehmer waren Bank-, Industrie- und Bürokaufleute-Klassen) in den Schuljahren 1995/96 bis 1998/99 führte zu einer steigenden Bereitschaft zu Veränderungen nicht nur im LOK-Team, sondern auch bei zahlreichen anderen Kolleginnen und Kollegen. Dies führte zu einer Reihe von Neuerungen, von denen insbesondere die Methodenseminare für einzelne Klassen hervorzuheben sind (Bankkaufleute, Industriekaufleute, Rechtsanwalts- und Notar-Fachangestellte, Einzelhandelskaufleute; in der Folge: ReNo und EH).
2.2. Weiterführende Initiativen: Studientag 1999
Die zunehmende Bereitschaft, Schulentwicklung systematisch anzugehen und umzusetzen, führte auf der Gesamtkonferenz am 13.01.1999 zu dem Beschluss, zu diesem Thema einen schulinternen Studientag durchzuführen. Bereits auf dieser Konferenz kam es zur Einsetzung einer Arbeitsgemeinschaft Schulentwicklung (AG SE), die vom Kollegium den Auftrag erhielt, diesen Studientag vorzubereiten.
Die AG konnte als Referenten Herrn StD J. Dell vom Berufskolleg 10 in Köln gewinnen; basierend auf seiner Einführung beschäftigte sich der Studientag mit den Grundlagen des EFQM-Modells sowie mit dem derzeitigen Stand und den Verbesserungsbereichen der Schule.
In der Vorbereitungsphase des Studientages wurde ein zweitägiges schulinternes Moderatorentraining durchgeführt, an dem die Kolleginnen und Kollegen teilnahmen, die bereit waren, die Moderation einer Arbeitsgruppe zu übernehmen. In den AGs des Studientages wurden acht von neun Aspekten des EFQM-Modells bearbeitet (Der Punkt Schulprogramm entfiel, da es dies noch nicht gab.)
Am 27. und 28.09.1999 wurde der Studientag plangemäß durchgeführt.
2.3. Teilnahme am BLK-Programm QuiSS-rp
(Qualitätsver-
besserung in Schulen und Schulsystemen - Rheinland-Pfalz)
Parallel zur Vorbereitung des Studientages lief die Ausschreibung zum BLK-Modellversuch QuiSS. Schulleitung und AG SE entschieden sich für die Teilnahme. Ein Meinungsbild des Kollegiums am Ende des Studientages ergab eine mehrheitliche Zustimmung. Die Schule bewarb sich daraufhin fristgerecht und wurde akzeptiert.
In der Folge wählte die Gesamtkonferenz am 06.04.2000 eine Steuergruppe, die die Arbeit der AG Schulentwicklung fortsetzte.
Im Rahmen des Schulversuches QuiSS wurden der Schule zwei externe Moderatoren zugeteilt, die ab Sommer 2000 die SE-Arbeit der Schule durch regelmäßige Besuche und Teilnahme an den Steuergruppensitzungen unterstützten.
Schwerpunkt der Arbeit war zunächst die Einrichtung von Teams in verschiedenen Ausbildungsgängen. Neben den Bankfachklassen wurde dieser Ansatz ab dem Schuljahr 2000/2001 besonders in den Einzelhandels- und ReNo-Fachklassen verfolgt.
Die vielfältige Arbeit dieser und anderer Teams wurde in einem weiteren Studientag konzentriert. Am 30. und 31.10.2001 arbeitete das gesamte Kollegium nach vorheriger Einführung durch die externen QuiSS-Moderatoren am Thema "Wir verbessern unsere Schule". Den Teams und AGs wurde so die Möglichkeit geboten, eineinhalb Tage konzentriert an ihren Zielen weiterzuarbeiten.
Die Ergebnisse dieses Studientages liegen als CD-ROM vor.
2.4. Weiterarbeit zur Erstellung eines Qualitätsprogramms
Der Schulversuch QuiSS und damit die externe Betreuung durch Moderatoren endete im Sommer 2002. Inzwischen war allerdings der Schulentwicklungsprozess etabliert, sodass die Steuergruppe, jeweils versehen mit dem Mandat des Kollegiums, selbstständig die im Herbst 2002 durch das MBFJ formulierte Aufgabenstellung der Erarbeitung eines Qualitätsprogrammes fortsetzen konnte.
Zu diesem Zweck wurde ein weiterer Studientag am 21.10.2002 durchgeführt. Ausgehend von den Vorgaben des Schreibens des MBFJ vom 16.09.2002 wurden AGs gebildet, die sich mit verschiedenen Aspekten des QP befassten (Anlage 1).
Da die Steuergruppe der Meinung war, nicht alle (guten und wichtigen!) Ergebnisansätze gleichzeitig bearbeiten zu können, kristallisierte sie zwei Schwerpunktbereiche für die Erstellung des QP heraus:
· Unsere Lehrer
· Unsere Schule
Hierzu wurden, ausgehend von Ergebnissen des Studientags von 2002 (Lehrerbild des Kollegiums, vgl. Anl. 2) und früheren Ansätzen hinsichtlich des Wohlfühlens in der Schule (Unsere Schule) zwei Fragebogen entwickelt (vgl. Anlagen 3a: "Lehrer" und 3b: "Schule"), von Klassen ausgefüllt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung flossen anschließend in die Zielformulierung des Qualitätsprogramms ein.
3. Unterrichtsbezogene Schulentwicklung
3.1. Ausgangslage
"Junge Menschen sind angemessen auf die Anforderungen eines selbstbestimmten Lebens in der demokratischen Wissensgesellschaft vorzubereiten; zugleich muss der Schulbesuch Jugendlichen in ihrem gegenwärtigen Leben hinreichend Sinn vermitteln." (Empfehlungen der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung. Zitiert nach: FR vom 30. November 2002, S. 14)
Nicht erst seit den Befunden der PISA - Studien, aber auch durch die PISA- Befunde steht die Lehr- und Lernkultur im Mittelpunkt der Überlegungen.
Im Rahmen des Studientages der BBS Wirtschaft am 21. Oktober 2002 hat sich deshalb eine Arbeitsgruppe unter der Fragestellung "Was verstehen wir unter einem guten Lehrer/einer guten Lehrerin?" eingehend mit der beruflichen Selbstkonzeption der Lehrperson beschäftigt.
Die Ergebnisse (vgl. Anlage 2) sind als Zielsetzung zu verstehen: der Lehrer/die Lehrerin als authentische Persönlichkeit, die über Professionalität verfügt, es gut meint mit den Schülerinnen und Schülern und Verantwortung für den Geist und das Klima einer Schule übernimmt.
(Vergleiche hierzu auch Bönsch, Manfred, In der Schule standhalten lernen. In: FR vom 19. September 2002, S. 20)
Dieses positive berufliche Selbstverständnis ist ein Eckpunkt unseres Qualitätsprogramms und Ausgangspunkt unserer weiteren Arbeit.
3.2. Zielsetzung
Wie wird unser Selbstverständnis von unseren Schülerinnen und Schülern wahrgenommen?
Ein auf der Grundlage unseres beruflichen Selbstkonzeptes erstellter Fragebogen (vgl. Anlage 3a) sollte uns auf diese Frage Antwort geben, wobei sowohl die Erstellung als auch die Auswertung der Fragebögen keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben.
Zu den folgenden Aussagen ergab die Auswertung der Fragebögen sowohl der Wahlschulen als auch der Berufsschule Werte, die uns nicht zufrieden stellen (vgl. Anlage 4a):
Unsere Lehrerinnen/ unsere Lehrer
(3) vermitteln Methoden und Arbeitstechniken
(8) begründen ihre Notengebung
(13) erkennen Lernschwierigkeiten bei einzelnen Schülern
(16) fördern mich bei Lernschwierigkeiten
(18) beraten mich auf meinem Bildungsweg
(19) helfen mir bei meiner beruflichen Orientierung
Verbesserungen in diesen Bereichen herbeizuführen, ist Zielsetzung der kurz- und mittelfristigen Handlungsfelder.
Dabei spielen Unterricht und der gemeinsame Wille, eine Verbesserung der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler zu erreichen, eine zentrale Rolle in unserem Qualitätsprogramm.
Die nachfolgend definierten Maßnahmen halten wir für geeignet, um Verbesserungen in den aufgeführten Bereichen zu erzielen.
3.3. Handlungsfelder
3.3.1. Methoden und Arbeitstechniken vermitteln
Die Stärke von Lehrpersonen liegt in ihrer Fachkompetenz und der Vermittlung von Wissen. Unterricht muss zwar darauf ausgerichtet sein, Wissen zu vermitteln, aber es geht auch um die Fähigkeit, dieses Wissen anwenden zu können und sich neues Wissen selbstständig beschaffen zu können. Damit erhalten die Lernkompetenz und die Methodenbeherrschung einen ganz besonderen Stellenwert.
Die bisherigen durch den Schulversuch LOK initiierten Methodenseminare mit den Bank- und Industriefachklassen in außerschulischen Einrichtungen sowie schulinternes Methodentraining für Lehrer/innen leisteten und leisten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung der Methodenkompetenz bei Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern.
Dennoch lässt die Auswertung dieser Teileinschätzung vermuten, dass die Schülerinnen und Schüler sich mehr Methodentraining wünschen, wobei eine Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Berufsschüler und der Wahlschüler festzustellen ist.
Deshalb muss die Lehr- und Lernkultur weiterhin im Mittelpunkt der Überlegungen stehen, den Unterricht weiter zu entwickeln. Arbeitstechniken müssen trainiert und im Unterricht umgesetzt werden. Hierzu soll ein Konzept für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler entwickelt werden.
Vorgehensweise im System Schule
Maßnahme
Entwicklung eines Konzepts zur Erweiterung der Methodenkompetenz
Ziel
Verständigung über ein inhaltliches und organisatorisches Konzept
Verbesserung der Methodenkompetenz bei Lehrer/innen und Schüler/innen
Zeit
Vorstellung auf Gesamtdienstbesprechung am 6.5.2003
Bildung einer Arbeitsgruppe
Erstellen eines Konzeptes bis zu den Herbstferien 03/04
Erprobung im 2. Schulhalbjahr 03/04
Durchführung zu Beginn des Schuljahres 04/05
Verantwortlich
Arbeitsgruppe
Feedback
Arbeitsgruppe und Steuergruppe
3.3.2. Notengebung begründen
Die Übernahme der Verantwortung für das Wohl der Jugendlichen und ihrer Zukunft prägt den Lehrberuf und muss bestimmende Norm sein. Aufgrund der sozial-selektiven Funktion schulischer Noten haben sie nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Eltern und außerschulische Partner einen hohen Stellenwert. Notengebung begründen zu müssen ist daher selbstverständlicher Bestandteil von Lehrerarbeit.
Die Auswertung dieser Teileinschätzung zwingt - ungeachtet ihrer wissenschaftlichen Überprüfbarkeit - zu Verbesserungen. Ziel ist es, im Rahmen einer schulinternen Fortbildung (Studientag) bereits im Schuljahr 2003/2004 im Kollegium Standards zu vereinbaren und auf unterschiedliche Weise anzustreben.
Vorgehensweise im System Schule
Maßnahme
Schulinterne Fortbildung zur Notengebung
Ziel
Verbesserung der Transparenz der Notengebung
Verständigung über Standards
Zeit
Vorstellung auf Gesamtdienstbesprechung
Bildung einer Arbeitsgruppe zu Vorbereitung eines Studientages
Studientag Herbst 03/04
Verantwortlich
Vorbereitungsgruppe und Steuergruppe
Feedback
Evaluation des Studientages
3.3.3. Lernschwierigkeiten erkennen / bei Lernschwierigkeiten fördern
Die Auswertung dieser Teileinschätzung durch unsere Schülerinnen und Schüler bestätigt die Befunde der PISA- Studien: die Diagnosefähigkeit ist gering, die umfassende Förderung von Jugendlichen bei Lernschwierigkeiten ist meist nur sekundäre Aufgabe von Lehrpersonen.
Es muss uns aber besser als bisher gelingen, Schülerinnen und Schüler möglichst individuell zu fördern. In diesem Bereich gibt es Weiterentwicklungsbedarf und Fortbildungsbedarf im Kollegium. Eine schulinterne Fortbildung zu Beginn des Schuljahrs 2004/2005 unter Einbezug externer Unterstützungssysteme soll diesen Bedarf berücksichtigen und in eine Fortbildungsplanung münden.
Vorgehensweise im System Schule
Maßnahme
Schulinterne Fortbildung zum Handlungsfeld "Lernschwierigkeiten unserer Schüler/innen"
Ziel
Verbesserung der Diagnosefähigkeit und Weiterentwicklung der Förderung bei Lernschwierigkeiten
Zeit
Vorstellung auf Gesamtdienstbesprechung am 6.5.2003
Bildung einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung einer Fortbildung
Studientag Herbst 04/05
Verantwortlich
Vorbereitungsgruppe und Steuergruppe
Feedback
Evaluation des Studientages
3.3.4. Bei beruflicher Orientierung helfen / auf dem Bildungsweg beraten
Gute schulische Arbeit zeichnet sich immer dadurch aus, dass sich Lehrpersonen für die Entwicklung der gesamten Person verantwortlich fühlen. Die Aufgabe der Beratung junger Menschen auf ihrem Bildungsweg, die Anbahnung beruflicher Orientierung und die Vermittlung professioneller Beratung für den Berufsweg ist ein wichtiger Aspekt der alltäglichen Arbeit.
Seit dem Schuljahr 2002/2003 kooperiert die BBS Wirtschaft mit dem Arbeitsamt Trier, das in den Räumen der BBS Wirtschaft gezielte Berufsberatung für unsere Schülerinnen und Schüler anbietet. Diese Kontakte sollen intensiviert und nach Möglichkeit als ständiges Angebot eingerichtet werden.
Für Schülerinnen und Schüler des BGJ wird ein freiwilliges Betriebspraktikum angeboten und bisher erfolgreich durchgeführt. Auch dieses bereits bestehende Angebot soll weiterhin Bestandteil der einjährigen Ausbildung bleiben.
Zur Verbesserung der Beratung junger Menschen bei ihrer schulischen und beruflichen Orientierung sollen ab dem Schuljahr 2003/2004 außerschulische Angebote (Uni-Tage, FH-Tage, Ausbildungsbörse) verstärkt genutzt, die bisher eher sporadisch praktizierten Besuche von Wahlschülern in Berufsschulklassen durch die Institutionalisierung in Form einer Orientierungswoche intensiviert sowie gezielte Bewerbertrainings durchgeführt werden.
Vorgehensweise im System Schule
1. Maßnahme
Bewerbertraining
Ziel
Verbesserung der Beratung junger Menschen bei ihrer schulischen und beruflichen Orientierung
Zeit
BGJ Dezember/Januar
BF Unterstufe: Mai/Juni
HBF Unterstufe: Mai/Juni
WG für die Klasse 11 im Rahmen der Schullaufbahnberatung
Verantwortlich
Klassenlehrer/innen
Feedback
Klassenlehrer/innen und Steuergruppe
2. Maßnahme
Orientierungswoche, Uni-Tage
Ziel
Verbesserung der Beratung junger Menschen bei ihrer schulischen und beruflichen Orientierung
Zeit
WG Klasse 12: Mai/Juni
WG Klasse 13: Terminierung der Uni-Tage in der 2. Schulwoche im neuen Schuljahr
Verantwortlich
Klassenlehrer/innen
Feedback
Klassenlehrer/innen und Steuergruppe
4. Schule als Lebensraum
4.1. Ausgangslage
Im Rahmen des Studientages der BBS Wirtschaft am 21. Oktober 2002 befassten sich zwei Gruppen mit den Themen "Schule als Lebensraum" und "Entwicklung eines Wir-Gefühls".
Auf der Grundlage der Arbeitsergebnisse wurde von einem Teil der Steuergruppe und weiteren Kollegen/innen ein Fragebogen entwickelt (siehe Anlage 3b).
Die Gruppe beschloss, an den Themen weiter zu arbeiten, die den Schülern und Schülerinnen besonders wichtig erscheinen (siehe Anlage 4b). Daraus ergaben sich drei Handlungsfelder.
4.2. Handlungsfelder
4.2.1. Sauberkeit in der BBSW
Bestandsaufnahme
· Umfrage im Kollegium vom April 1999 (Anlage 5b)
· Umfrage unter den Schüler/innen vom März 2003 (Anlage 3b)
Beide Umfragen haben gezeigt, dass eine überwältigende Mehrheit von Schülern und Lehrern der Sauberkeit in der Schule - und zwar in allen Bereichen - einen überragenden Stellenwert beimessen.
Zielsetzung
Wir alle wollen eine saubere Schule
Vorgehensweise
| Toiletten | |||
| wer? | macht was? | bis wann? | Kontrolle? |
| Ausgewählte Klassen | Plakate, die in den Toiletten angebracht werden | 31. 12. 2003 | Steuergruppe |
| Falls das nichts nützt | Schockplakate | ||
| In jedem Fall: Herr Klock | Setzt sich mit der Stadt ins Benehmen zwecks Bewirtschaftung der Toiletten | Ende Schuljahr 2003/2004 | Steuergruppe |
| Klassenräume | |||
| wer? | macht was? | bis wann? | Kontrolle? |
| Herr Steinbach | Weist den Berufsgruppen nach Möglichkeit feste Räume zu, die möglichst nahe beieinander liegen | Schuljahresbeginn 2003/2004 | Steuergruppe |
| Lehrer/innen | Übernehmen Raumpartnerschaften zusammen mit je einer Klasse | Schuljahresbeginn 2003/2004 | Steuergruppe |
| Alle Lehrer/innen | Durchsetzung der Hausordnung in puncto Ess- und Trinkverbot | Schuljahresbeginn 2003/2004 | Steuergruppe |
| Herr Klock | Wirkt darauf hin, dass die VHS-Räume nach Benutzung in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden | Schuljahresbeginn 2003/2004 | Herr Klock |
| Raumpaten | Führen mit einer Klasse einmal pro Jahr einen Großputztag durch | Schuljahresbeginn 2003/2004 | |
| Gebäude | |||
| wer? | macht was? | bis wann? | Kontrolle? |
| Ausgewählte Klassen | Plakate, die darauf hinweisen, dass keine offenen Becher mit in das Schulgebäude genommen werden dürfen | 31. 12. 2003 | Steuergruppe |
| Klassenlehrer/innen | Bei allen Einschulungen und Jahresgesprächen sollen die Schüler/innen für das Thema Sauberkeit sensibilisiert werden | Schuljahresbeginn 2003/2004 | |
| Lehrer/innen | Übernehmen Partnerschaften zusammen mit je einer Klasse für einen bestimmten Flurbereich | Schuljahresbeginn 2003/2004 | Steuergruppe |
Evaluation: Umfrage bei den Schüler/innen und Lehrer/innen über mögliche Verbesserungen Ende Schuljahr 2003/2004
4.2.2. Halbjahresgespräche
Bestandsaufnahme
Für ¾ der Schülerinnen und Schüler ist nach der Umfrage ein Halbjahresgespräch wichtig oder sehr wichtig.
Außerdem zeigen die Erfahrungen der Kollegen/innen, die bereits solche Halbjahresgespräche durchgeführt haben, dass diese zur Verbesserung des Arbeitsklimas und der gegenseitigen Wertschätzung beigetragen haben.
Zielsetzung
Reflexion von
· eigenem Verhalten durch Lehrer und Schüler
· Unterrichtsinhalt und -gestaltung
· Leistungsmessung
· Arbeitsbedingungen, um die schulische Arbeit zu verbessern.
Vorgehensweise
| verbindlich | ||
| Häufigkeit | Wahlschulen: Mindestens 1 x im Schuljahr, zum Schulhalbjahr | Berufsschulen: Mindestens 1 x im Schul- jahr, zum Schulhalbjahr |
| Festlegung des Termins | Vier Wochen vorher, mit Eintragung im Klassen- buch |
Spätestens zum Beginn der Weihnachtsferien, mit Eintragung im Klassen- buch |
| möglicher Ablauf: | ||
| Teilnehmer | grundsätzlich nach eigenem Wunsch bzw. auf Wunsch der Schüler, aber während des Bildungsganges mind. 1 mal verpflichtend für alle Lehrer/innen | grundsätzlich nach eigenem Wunsch bzw. auf Wunsch der Schüler, aber während des Bildungsganges mind. 1 mal verpflichtend für alle Lehrer/innen |
| möglicher Ablauf: | ||
| Inhalte | Unterrichtsinhalte Methoden Notengebung Praxisbezug Hausaufgaben Mitarbeit/Zusammenarbeit Wie ist die Schule organisiert (Medien etc.) Prüfungsrelevanz Lehrerverhalten Schülerverhalten |
Unterrichtsinhalte Methoden Notengebung Praxisbezug Hausaufgaben Mitarbeit/Zusammenarbeit Wie ist die Schule organisiert (Medien etc.) Prüfungsrelevanz Lehrerverhalten Schülerverhalten |
| Struktur | - Die Schüler erhalten zunächst einen roten Faden mit den Stichpunkten (s.o.) und diskutieren darüber ohne Lehrer/innen - Ca. 4 Repräsentanten besprechen die Ergebnisse mit den Lehrern der Klasse |
- Die Schüler erhalten zunächst einen roten Faden mit den Stichpunkten (s.o.) und diskutieren darüber ohne Lehrer/innen - Ca. 4 Repräsentanten besprechen die Ergebnisse mit den Lehrern der Klasse |
| Dokumentation | Durch Eintragung im Klassenbuch | Durch Eintragung im Klassenbuch |
| Vision | Einbindung der Eltern | Einbindung der Betriebe |
Evaluation: Umfrage bei den Schüler/innen und Lehrer/innen über mögliche Verbesserungen Ende Schuljahr 2003/2004.
4.2.3. Respektvoller Umgang
Bestandsaufnahme
Für 84 % der Schüler/innen ist ein respektvoller Umgang zwischen Lehrern und Schülern wichtig.
Zielsetzung
Schaffung eines Lehr- und Lernklimas, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist.
Vorgehensweise
| Wer? | macht was? | bis wann? |
| Alle Lehrer/innen | Studientag: "Schülerprofil der gegenwärtigen Generation" | Schuljahr 2004/2005 |
Evaluation: Umfrage bei den Schüler/innen und Lehrer/innen über mögliche Verbesserungen Ende Schuljahr 2004/2005
Anlagen zum Qualitätsprogramm
Qualitätsprogramm downloaden (zip-Datei)

