Fremdsprachenklasse der BBS Wirtschaft Trier pflegt die deutsch-französische Freundschaft
In der einwöchigen „Europäische Toleranzakademie“ vertieften 20 Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule
Fremdsprachen und Bürokommunikation der Berufsbildenden Schule Wirtschaft zusammen mit einer Klasse des französischen Gymnasiums Lycée
Saint Paul aus Lille die deutsch-französische Freundschaft.
Die Studienfahrt erfolgte im Rahmen des seit 2009 abgeschlossenen Kooperationsvertrags zwischen der Berufbildenden Schule Wirtschaft Trier
und der Europäischen Akademie Otzenhausen, einer Fortbildungs- und Begegnungsstätte, die sich seit mehr als 50 Jahren mit Bildungs- und
Forschungsarbeit im Bereich von Gesellschaft und Politik in Europa beschäftigt.
Die binationale Zusammensetzung des Seminars ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern der Berufschule Wirtschaft, Kontakt
zu Franzosen ihres Alters aufzubauen, die französische Kultur besser kennen zu lernen, Toleranz gegenüber kulturellen Unterschieden auch im
Alltag anwenden zu können und natürlich auch die Sprachkenntnisse, die ihnen im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung vermittelt werden, zu praktizieren.
Die interkulturelle Kommunikation wurde von Montag bis Samstag in mehreren Seminareinheiten an unterschiedlichen Schwerpunkten trainiert. Zunächst
wurden die Jugendlichen von einem externen Referenten der Universität Saarbrücken theoretisch und auch spielerisch über die interkulturellen Unterschiede
der Nationen Deutschland und Frankreich informiert.
In den darauf folgenden Einheiten stellten die Schüler sich selbst, ihre Schule, ihre Heimatstadt, Hobbys usw. in der jeweiligen Fremdsprache vor,
lernten einiges über europäische Institutionen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Länder Deutschland und Frankreich kennen. Hierzu
arbeiteten die Schüler in binationalen Paaren und auch in Kleingruppen, die jeweils aus den zwei Nationen zusammengesetzt wurden. In den Präsentationsphasen
wurden die Jugendlichen von zwei Dolmetscherinnen unterstützt, die simultan übersetzten. In den Gruppenarbeitsphasen mussten sich die Schüler selbstständig
verständigen und bauten so Sprachbarrieren schnell ab. In speziellen Gruppendiskussionen bewerteten die Schüler die Auffassung über europäische Werte,
wie Gleichheit, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaat.
Ein besonderes Highlight der Studienfahrt war die eintägige Exkursion nach Straßburg und nach Saarbrücken. In Straßburg besuchte die Gruppe das
Europäische Parlament und in beiden Städten führten die Schüler eine selbst erstellte Umfrage durch, die ihnen Informationen über die Einstellung der
Bürger zur Rolle des Europäischen Parlaments in der Durchsetzung der grundlegenden europäischen Werte gab. In der Freizeit konnten die Schüler
die Städte erkunden. Nach der Exkursion diskutierten die Schüler über die Ergebnisse der Umfragen und ihre besonderen eigene Eindrücke von Land und Leuten.
Nach einer Woche „Europäischer Toleranzakademie“, intensiver Anwendung der französischen Sprache und um viele interkulturelle Erfahrungen reicher,
bestätigt eine Schülerin der Klasse HBFFS09A: „Wir haben in der Schule pro Woche 8 Stunden Französisch - hier haben wir in der einen Woche viel
intensiver französisch geredet und einiges über das Land, die EU und die französischen Jugendlichen erfahren. Es ist viel leichter sich in eine
andere Kulturen hineinzuversetzen und die Sprache anzuwenden, wenn man Franzosen direkt kennen lernt und sich unmittelbar mit Gemeinsamkeiten und
Unterschieden auseinandersetzen muss.“
„Durch unsere Kooperation mit der Europäischen Akademie Otzenhausen und die einmal jährlich durchgeführte Toleranzakademie wird nicht nur die
soziale und interkulturelle Kompetenz unsere Schüler gefördert, sondern die Jugendlichen machen auch zahlreiche Erfahrung, die sie später in ihrer
Ausbildung zu Fremdsprachenassistenten und im Berufsalltag anwenden können,“ bestätigt auch die begleitende Lehrerin Frau Schilberz- Hennen abschließend.

